Eintrag 02 · Preismodelle
Kontaktbasierte vs. versandbasierte Preise: Welches Modell ist günstiger?
Kontaktbasierte und versandbasierte E-Mail-Marketing-Tarife im Vergleich: welches Preismodell bei welcher Versandfrequenz und Listengröße günstiger ausfällt.
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Inhalt dieses Eintrags
Bei Email Marketing Pricing Models entscheidet nicht allein der Tarifpreis über die tatsächlichen Kosten. Relevant sind vor allem die Zahl aktiver Kontakte, das monatliche Versandvolumen, die Versandfrequenz und die benötigten Nutzerkonten. Dieser Vergleich zeigt, welches Preismodell zu welchem Nutzungsszenario passt.
So funktionieren die beiden Preismodelle
Bei kontaktbasierten Tarifen richtet sich der Preis meist nach der Anzahl gespeicherter oder abrechenbarer Kontakte. Innerhalb des jeweiligen Kontaktlimits können je nach Anbieter viele oder sogar unbegrenzt viele E-Mails versendet werden. Zusätzliche Kosten entstehen häufig, sobald die Kontaktliste eine Tarifgrenze überschreitet.
Versandbasierte Modelle berechnen dagegen die Zahl der verschickten E-Mails. Ob eine Nachricht an 10.000 verschiedene Empfänger oder zehn Nachrichten an jeweils 1.000 Empfänger geht, kann für die Abrechnung denselben Effekt haben. Die Größe der gespeicherten Datenbank ist dann weniger entscheidend als das tatsächliche Versandvolumen.
Vor einem Vergleich sollte geprüft werden, wie ein Anbieter Kontakte zählt. Manche rechnen abgemeldete, inaktive oder doppelt gespeicherte Adressen mit. Andere berücksichtigen nur aktive Abonnenten. Auch Transaktionsmails, Automationen und Testsendungen können in Versandlimits einfließen.
Wann kontaktbasierte Preise günstiger sind
Ein kontaktbasierter Tarif eignet sich häufig für Unternehmen, die regelmäßig an einen stabilen Verteiler senden. Das gilt etwa für Shops mit mehreren Newslettern pro Woche, Medienangebote mit täglichen Updates oder SaaS-Anbieter mit umfangreichen automatisierten E-Mail-Strecken.
Ein vereinfachtes Beispiel:
| Szenario | Kontakte | Sendungen pro Kontakt und Monat | Versandvolumen |
|---|---|---|---|
| Monatlicher Newsletter | 10.000 | 1 | 10.000 E-Mails |
| Wöchentlicher Newsletter | 10.000 | 4 | 40.000 E-Mails |
| Newsletter plus Automationen | 10.000 | 8 | 80.000 E-Mails |
Bleibt der kontaktbasierte Tarif in allen drei Fällen gleich, sinkt der effektive Preis pro versendeter E-Mail mit zunehmender Versandfrequenz. Voraussetzung ist, dass der Tarif keine zusätzliche Versandobergrenze enthält.
Kontaktbasierte Preise können jedoch unerwartet steigen, wenn die Datenbank schnell wächst oder viele unengagierte Kontakte gespeichert bleiben. Regelmäßige Listenpflege wird damit auch zu einer Kostenfrage. Konkrete Tarifstufen und Anbieterunterschiede bei 10.000, 50.000 und 100.000 Kontakten vergleichen wir in der Kolumne „E-Mail-Marketing-Kosten bei 10.000, 50.000 und 100.000 Kontakten“.
Wann ein versandbasiertes Modell besser passt
Versandbasierte Preise sind oft attraktiv, wenn eine große Kontaktbasis nur selten angeschrieben wird. Dazu zählen saisonale Händler, Veranstalter mit wenigen Kampagnen pro Jahr oder Organisationen, die ihre gesamte Datenbank nur zu bestimmten Terminen aktivieren.
Beispiel: Ein Unternehmen verwaltet 50.000 Kontakte, verschickt aber lediglich alle drei Monate eine Kampagne. Ein kontaktbasierter Tarif müsste möglicherweise dauerhaft die komplette Liste abdecken. Beim versandbasierten Modell werden in erster Linie die tatsächlich verschickten 200.000 E-Mails pro Jahr berechnet.
Weniger gut planbar ist dieses Modell bei häufigen Automationen. Willkommensserien, Erinnerungen, Warenkorbabbruch-Mails und Reaktivierungskampagnen erhöhen das Volumen auch dann, wenn keine zusätzlichen Newsletter geplant sind. Wachstum kann dadurch gleichzeitig mehr Empfänger und mehr Nachrichten pro Empfänger bedeuten.
So vergleichst du die effektiven Gesamtkosten
Für einen belastbaren Vergleich sollten mindestens diese Faktoren in die Rechnung einfließen:
- Anzahl der abrechenbaren Kontakte
- Geplante Sendungen pro Kontakt und Monat
- Automatisierte und transaktionale Nachrichten
- Zahl der benötigten Teamzugänge
- Aufpreise für Automationen, Reporting oder Support
- Kosten bei Überschreitung des Limits
- Abrechnung inaktiver und abgemeldeter Kontakte
Unser monatlich aktualisierter Kostenrechner berechnet den effektiven Preis für mindestens 30 Kombinationen aus Kontaktzahl, Versandfrequenz und Teamgröße. Dadurch werden Tarifunterschiede sichtbar, die ein Vergleich der Einstiegspreise nicht abbildet.
Der günstigste Tarif ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung. Wenn Kampagnen häufig im Spamordner landen, verliert ein niedriger Preis pro E-Mail an Aussagekraft. Deshalb versenden wir ergänzend identische Testkampagnen an Seed-Postfächer bei Gmail, Outlook und Yahoo. Inbox-, Spam- und Zustellraten werden transparent protokolliert. Solche Tests liefern eine vergleichbare Momentaufnahme, ersetzen aber keine Auswertung der eigenen Absenderdomain, Listenqualität und Inhalte.
Wer ein kontaktbasiertes Angebot prüfen möchte, findet bei GetResponse Tarife, deren Kosten unter anderem von der Listengröße und dem gewählten Funktionsumfang abhängen. Vor einer Entscheidung sollten die aktuelle Preisstaffel, mögliche Versandgrenzen und die benötigten Teamfunktionen direkt im Angebot kontrolliert werden.
Häufige Fragen
Was bedeutet kontaktbasierte Abrechnung im E-Mail-Marketing?
Der Anbieter berechnet den Tarif anhand der gespeicherten oder aktiven Kontakte. Wie viele Nachrichten innerhalb des Tarifs verschickt werden dürfen, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.
Welches Modell ist bei wenigen Newslettern günstiger?
Bei einer großen Liste und wenigen Kampagnen kann ein versandbasierter Tarif günstiger sein. Bei kleinen Kontaktlisten ist ein kontaktbasierter Einstiegstarif trotzdem konkurrenzfähig, weshalb die konkreten Tarifgrenzen verglichen werden müssen.
Wie berechne ich den effektiven Preis pro E-Mail?
Teile die monatlichen Gesamtkosten durch die Zahl der tatsächlich versendeten Nachrichten. Zusatzkosten für Teamkonten, Automationen oder Überschreitungen gehören in die Gesamtkosten. Für den Preis pro erreichtem Posteingang kann zusätzlich durch die gemessene Zahl der Inbox-Platzierungen geteilt werden.
Zählen doppelte oder inaktive Kontakte zum Preis?
Das ist vom Anbieter abhängig. Einige Plattformen zählen jeden gespeicherten Datensatz, andere nur aktive Abonnenten oder eindeutige Adressen. Die Zählweise sollte vor dem Import einer bestehenden Liste geprüft werden.